Der Dialog

Albert Einstein sagte über den Philosophen und Physiker David Bohm (1917 – 1992), dass dieser der einzige wäre, der über die Quantentheorie hinauskommen könne. Warum? Lesen Sie das Buch DER DIALOG – das offene Gespräch am Ende der Diskussionen – erschienen im Klett-Cotta Verlag 2011, und Sie werden eine Fülle von Anregungen finden, die jedem einzelnen aber auch der Menschheit insgesamt ein besseres und erfüllteres Leben bringen können.

Was ist nicht alles schon über Kommunikation, Besprechungen, Debatten, Diskussionen etc.  geschrieben worden. Unendlich viel in die Breite, wenig in die Tiefe gehend. Und ich habe den Eindruck, dass je mehr darüber geschrieben und geredet wird, desto fruchtloser werden die Ergebnisse unseres kommunikativen Verhaltens. Was sind die Ursachen für diese, unsere Gesprächskultur? Ist es die tägliche Informationsüberflutung, ist es unsere Wahrnehmung, ist es die enorme Beschleunigung des Wandels? Über die Ursachen wissen wir wenig. Über die täglichen Auswirkungen sind wir dagegen bestens im Bilde und scheinen uns sogar daran zu gewöhnen. Es ist eben so, höre ich nicht wenige sagen. Aber wo bleibt der Entwurf für eine bessere Zukunft? Können wir sicher sein, dass ein milliardenschwerer Rettungsschirm nach dem anderen die zerstörerische Entwicklung auf unserem Planeten aufhalten kann?  Streiten wir mittlerweile nicht über alles und noch ein bisschen mehr? Was kommt nach den Talkshows, den Diskussionen?

Nach David Bohm beginnt seine Art von Dialog dort, wo die Diskussion aufhört. Er sieht seinen Dialog als eine neue Form des Miteinander-Kommunizierens, als einen konstruktiven Weg zur Sinn-Bildung. Schön, dass es, zumindest theoretisch, auch anders gehen könnte. Oder?

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Es ist soweit.

Es ist soweit. Sanfte Töne lassen Dich aus dem Bett gleiten. Wassertropfen huschen perlend über die Haut, verschwinden im Nebeldunst. Du fühlst dich frisch, stark, bereit für eine große Herausforderung. Jetzt liegt sie vor dir, zum Greifen nahe. Auf dem Weg zum Frühstück checkst Du gedanklich noch einmal Deine Strategie. Und was lächelt Dich an: Ein halbes Brötchen mit Erdbeermarmelade. Köstlich. Um dich herum fröhliche Zeitgenossen, die sich alle auf einen langen Weg machen. Farbenfroh gekleidet, ein Multi-Kulti-Sprech aus Dänisch, Englisch, Französisch, Schwäbisch. Hier ist heute der Nabel der Welt.

Was machen jetzt wohl die Zugpferde aus Kenia? Die mit den schlanken Fesseln, den unendlich langen Schritten, der unglaublich hohen Schrittfrequenz. Der Countdown rückt näher. Alles läuft wie in Trance ab. Zuletzt noch die Startnummer tackern und der Liebsten ein Küsschen auf die Stirn hauchen. „Also dann am Zelt der Samariter“. Hat zwei Vorteile: Du weißt nie was kommt und liegt ideal in der Nähe des Zieleinlaufs. Die wenigen Kilometer vom Hotel zum Startbereich vergehen wie im Fluge. Vorbei am Bundeskanzleramt, strahlend blauer Himmel, ein kurzes Fotoshooting zur chinesisch-japanischer Verschwesterung. Schon liegt das Reichstagsgelände vor dir und vier Kurzzeitbekannten aus dem Allgäu. Alle verkleidet, ganz in weiß. Was ein Anblick. Das Athletendorf, gigantisch, links davon das mächtige Brandenburger Tor mit der Quadriga. Wo verlief hier die menschenverachtende Mauer? Schaudern wird verdrängt von Dankbarkeit, die letztendlich in pure Vorfreude übergeht.

Wo ist dein Startblock? Ein Lächeln streift Dein Auge. Absender ist ein verschmitzt lächelnder Eidgenosse, ein Arzt, der mit der ganzen Familie nach Berlin gekommen ist. Sie wollen ihn anfeuern, ihn bejubeln, ihn gesund ins Ziel kommen sehen. Vertieft ins Gespräch wird plötzlich die soeben noch gewaltig laute Rockmusik übertönt von einem 40.000-stimmigen Chor: neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins, PENG. Die Spannung löst sich. Zumindest bei denen in den ersten Reihen. Was eine Beschleunigung. Davon kann man im Startblock „D“ nur träumen. Apropos träumen. Du bist hier mitten drin, in einer Horte Verrückter. So hättest Du es vor vier Jahren noch gesehen. Du schaust Dich um. Dann geht es wirklich los. Es ist so weit.

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Energien managen

Ist Energien managen wichtiger als die Zeit managen? Wir  hasten immer öfter durch einen bis ins Detail verplanten Tag und merken dabei nicht, wenn unsere Energiesysteme bereits auf Notprogramm umgeschaltet haben. Ergebnis: Wir sind ungeduldig, grantig und reizbar. Was tun, wenn die Zahl der Stunden pro Tag fest steht, aber nicht die Quantität und Qualität der Energie, über die wir verfügen können. Energie ist unsere wertvollste Ressource und sollte folglich so geschickt wie möglich genutzt werden. Wer im Beruf oder Sport Spitzenleistungen erbringen will, muss ein Meister seines Energie-Managements werden. Was ist dabei zu beachten?

  1. Der Mensch ist ein komplexes System mit unterschiedlichen Energiesystemen, die sich gegenseitig beeinflussen. Physis, Psyche, Emotionalität und Spiritualität gehören dazu. Wenn auch nur eine Energieform versagt, gerät unser gesamter Motor ins Stottern.
  2. Energieverbrauch und –erneuerung gilt es auszubalancieren. Ein erfülltes Leben zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, sich voll und ganz der jeweils aktuellen Aufgabe zu widmen, sich regelmäßig zu entspannen und die eigenen Kräfte zu erneuern. Es ist kein Endlosmarathon bei dem wir uns ohne Rücksicht auf gesundheitliche Grenzen verausgaben.
  3. Neue Energietanks aufbauen bedeutet bestehende Grenzen zu überschreiten. Schlüssel dazu ist ein systematisches Training. Wenn wir einen Muskel stärken wollen, müssen wir ihn systematisch belasten und über das normale Maß hinaus Energie verbrauchen. Das gilt für alle Energiesysteme.
  4. Eigene positive Energierituale entwickeln, da Veränderungen bisheriger Gewohnheiten und Verhaltensweisen sehr schwierig sind. Wie verfügen über weniger Willenskraft und Disziplin, als uns zunächst bewusst ist. Deswegen scheitert so manch gut gemeinte Versuch. Es ist alles andere als einfach, absichtsgesteuerte Verhalten länger durchhalten. Eigene, kleine persönliche Rituale bringen uns dem gewünschten Ziel dagegen rascher näher.

Wir wissen aus vielen Forschungsergebnissen, dass unser Verhalten nur zu einem geringen Prozentsatz bewusst gesteuert ist. Wir sind Gewohnheitstiere. Vieles, was wir tun, geschieht automatisch oder in Reaktion auf äußere Anforderungen oder Ängste. Genau dies nutzt das Ritual. Seine Macht rührt aus konkreten, bewusst angeeigneten Verhaltensweisen, die sich letztendlich in unserem Leben verselbständigen. Das Ritual verbraucht weniger Energie als eine bewusste Willensanstrengung. Willenskraft und Disziplin sind dagegen sehr viel beschränktere Ressourcen. Rituale umgehen diese Beschränkungen. Denn wenn wir uns einmal konditioniert haben, wann, wo, wie ein Verhalten stattfinden soll, müssen wir später nicht mehr über die Umsetzung nachdenken.

 Fazit: Je regelmäßiger und systematischer zum Beispiel Erholungsrituale durchgeführt werden, desto mehr Entspannung bieten sie.

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Mentale Stärke

Unzählige Mythen ranken sich um das Thema mentale Stärke. Was verbirgt sich dahinter? Killerinstinkt, Feindseligkeit, Rücksichtslosigkeit oder gar Gefühllosigkeit? Oder sind es eher positive Merkmale wie Flexibilität, Nervenstärke, Ausdauer oder  Zähigkeit? Einig sind sich alle, dass mentale Stärke spätestens dann, wenn es schwierig wird, ob im sportlichen oder beruflichen Wettkampf, ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg ist. Weniger Einigkeit besteht darüber, ob mentale Stärke eine mehr oder weniger angeborene Eigenschaft ist, oder ob sie im Grunde genommen von jedermann erlernt werden kann.

Der Erfolgscoach James E. Loehr hat dazu eine sehr klare Meinung. Er sieht mentale Stärke als eine Fertigkeit, die erlernt werden kann, wie jede andere Fertigkeit auch. Als Direktor der „Sport Science for the USA Tennis Association“ und der „Nick Bollettieri Tennis Academie“ verfügt er über langjährige Erfahrungen zu diesem Thema. Wen hat er nicht alles zur Nummer 1 gemacht? Die Liste ist atemberaubend. Seine Erfahrungen kann sich nun jeder zu Nutze machen für eine Investition von 16,95 Euro. „Die neue mentale Stärke“ – sportliche Bestleistung durch mentale, emotionale und physische Konditionierung – ist 2012 im BLV Buchverlag erschienen. Besonders gut gefallen hat mir sein sogenanntes Wettkampfprofil. Es ist sehr einfach gehalten, man könnte sagen typisch amerikanisch, bietet jedoch eine Menge Erkenntnisse über den eigenen Zustand, sofern man sich selbst gegenüber ehrlich ist.

Für mich als Vertreter/in des weiblichen Geschlechts hat sich das Lesen allemal gelohnt: Mentale Stärke ist absolut geschlechtsneutral. Ich habe das zwar insgeheim gespürt, aber so richtig überzeugt war ich bisher nicht davon. Und ich weiß nun, dass auch ich mich hier verbessern kann, wenn ich bereit bin, konsequent daran zu arbeiten. Es ist nie zu spät, oder?

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Der Mondhase

Es war einmal ein armer chinesischer Reisbauer, der trotz all seines Fleisses in seinem Leben aber nicht so richtig vorwärts kam. Eines Abends begegnete ihm der Mondhase, von dem man sagt, dass er den Menschen jeden Wunsch erfüllen kann. “Ich bin gekommen”, sagte der Mondhase, “um Dir zu helfen. Ich werde dich auf den Wunschberg bringen, wo Du dir aussuchen kannst, was immer Du willst.” Und ehe er sich versah, fand sich der Reisbauer vor einem prächtigen Tor wieder. Über dem Tor stand geschrieben: “Jeder Wunsch wird Wirklichkeit”.

Erwartungsvoll trat der Bauer durch das Tor. Ein weisshaariger, alter Mann begrüßte ihn  mit den Worten: “Was immer Du dir wünschst, wird sich erfüllen. Aber zuerst musst Du ja wissen, was man sich überhaupt alles wünschen kann. Daher folge mir!”  ”Hier”, sprach der Weise, “im ersten Saal siehst Du das Schwert des Ruhms. Wer sich das wünscht, wird ein gewaltiger General; er eilt von Sieg zu Sieg und sein Name wird auch noch in der fernsten Zeit genannt. Willst Du das?” ”Nicht schlecht”, dachte sich der Bauer, “Ruhm ist eine schöne Sache und ich möchte zu gerne die Gesichter der Leute im Dorf sehen, wenn ich General werden würde. Aber ich will es mir noch einmal überlegen.” Also sagte er: “Gehen wir erst einmal weiter.” “Gut, gehen wir weiter”, sagte lächelnd der Weise. Im zweiten Saal zeigte er dem Bauern das Buch der Weisheit. “Wer sich das wünscht, dem werden alle Geheimnisse des Himmels und der Erde offenbar,” sagte er. Der Bauer meinte: “Ich habe mir schon immer gewünscht, viel zu wissen. Das wäre vielleicht das Rechte. Aber ich will es mir noch einmal überlegen. Im dritten Saal befand sich ein Kästchen aus purem Gold. “Das ist die Truhe des Reichtums. Wer sich die wünscht, dem fliegt das Gold zu, ob er nun arbeitet oder nicht,” waren die Worte des alten Mannes. “Ha!”, lachte der Bauer, “das wird das Richtige sein. Wer reich ist, der ist der glücklichste Mensch der Welt. Aber Moment – Glück und Reichtum sind ja zwei verschiedene Dinge. Ich weiss nicht recht. Gehen wir noch weiter.” Und so ging der Bauer von Saal zu Saal, ohne sich für etwas zu entscheiden. Als sie den letzten Saal gesehen hatten, sagte der alte Mann zum Bauern: “Nun wähle. Was immer Du dir wünschst, wird erfüllt werden!” “Du musst mir noch ein wenig Zeit lassen”, sagte der Bauer, “Ich muss mir die Sache noch mal überlegen.” In diesem Augenblick aber ging das Tor hinter ihm zu und der Weise war verschwunden.

Der Bauer fand sich zu Hause wieder. Der Mondhase sass wieder vor ihm und sprach: “Armer Bauer, wie Du sind die meisten Menschen. Sie wissen nicht, was sie sich wünschen sollen, sie wünschen sich alles und bekommen nichts. Was immer sich einer wünscht, das schenken ihm die Götter – aber der Mensch muss wissen, was er will…”

Quelle unbekannt.

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